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Bestial Devastation EP (1985)
1.)The Curse
2.)Bestial Devastation
3.)Antichrist
4.)Necromancer
5.)Warriors Of Death
Superschlecht produziert, nicht grade gutes Songwriting und absoluter Kult. Sepulturas Debut EP „Bestial Devastation“, ist ein knallhartes Death/Trash-Brett das mit „Antichrist“, das später zu Anticop wurde, den ersten Klassiker der Band enthält.
Morbid Visions (1986)
1.)Morbid Visions
2.)Mayhem
3.)Troops Of Doom
4.)War
5.)Crucifixion
6.)Show The Wrath
7.)Funeral Rites
8.)Empire Of The Damned
Abermals ziemlich schlecht produziert, läßt das Debut Album “Morbid Visions” aber schon das Potential Sepulturas erkennen. Mit „Troops Of Doom“ enthält das Album einen weiteren Klassiker der bis heute auf keinem Konzert Sepulturas fehlen darf.
Schizophrenia (1987)
1.)Intro
2.)From The Past Comes The Storm
3.)To The Wall
4.)Escape To The Void
5.)Inquisition Symphony
6.)Screams Behind The Shadows
7.)Septic Schizo
8.)The Abyss
9.)R.I.P. (Rest In Pain)
Mit wesentlich besserer Produktion und Song-Writing ist “Schizophrenia” heute ein Klassiker des Death Metals. Songs wie „From The Past Comes The Storm“, „Escape To The Void“ oder „Septic Schizo“ ließen einen erahnen was noch von Sepultura zu erwarten war.
Beneath The Remains (1989)
1.)Beneath The Remains
2.)Inner Self
3.)Stronger Than Hate
4.)Mass Hypnosis
5.)Sarcastic Existence
6.)Slaves Of Pain
7.)Lobotomy
8.)Hungry
9.)Primitive Future
Der endgültige Durchbruch Sepulturas. Perfekte Produktion und herausragende Songs machen dieses Album zu einem Thrash-Klassiker der auf einer Stufe mit Alben wie „Reign In Blood“ steht. Man höre sich nur den beeindruckenden Titeltrack oder „Inner Self“ an. Hier ist wirklich jeder Song ein Volltreffer.
Arise (1991)
Mit “Arise” gelingt Sepultura das Kunststück ihren Klassiker „Beneath The Remains“ zu toppen. Ein unsterbliches Thrash-Meisterwerk.
Der Titeltrack beginnt mit einem bedrohlichem Intro bevor er in einen brutalen Geschwindigkeitsrausch ausbricht. Die folgenden Tracks „Dead Embryonic Cells“ und „Desperate Cry“ sind technisch anspruchsvollen und dennoch eingängige Thrashgranaten die ihresgleichen suchen.
Ein besseres Abschiedsgeschenk konnten Sepultura dem Thrash nicht hinterlassen.
Chaos AD (1993)
“Chaos AD” stellte den Umschwung für Sepultura da, weg vom reinem Metal, hin zu einer experimentelleren Seite des Genres. Sepultura nehmen den Fuß vom Gaspedal, fügen ihren Songs erstmals Harcore, Industrial und Tribalelement bei. Herausgekommen ist dabei eines der ersten Alben des Neo-Thrash das zudem auch noch das bis heute politischste Album der Brasilianer darstellt.
„Refuse/Resist“ ist dann auch gleich einer der geilsten Brecher die Sepultura bis dahin fabriziert hatten, zudem besitzt er eine unglaublich revolutionäre Ausstrahlung und wäre wohl der Soundtrack zur Straßenschlacht.
Das schleppende „Territory“ gehört ebenfalls zu den besten Songs die die Band je geschrieben haben und walzt einen mit seinen tonnenschweren Riffs geradezu nieder.
Auch der Rest des Album brauch sich nicht zu verstecken, seien es nun die Hardcorelastigen Polithymnen „Slave New World“ und „Propaganda“, die schleppenden Thrashkracher „Amen“, „Clenched Fist“ und vor allem das herausragende „Nomad“.
Mit „Biotech Is Godzilla“ wird uns dann noch ein knallharter Punk/Hardcore-Kracher um die Ohren geschlagen, „Manifest“ ist ein Industrialbrett erster Güte, „Kaiowas“ ein Instrumental mit einer Menge brasilianischer Einflüsse.
Beim Songwriting wurden Sepultura übrigens von Biohazards Evan Seinfeld (Territory) und Dead Kennedys Jello Biafra (Biotech Is Godzilla) unterstützt.
Das dritte Meisterwerk in folge, unglaublich.
Roots (1996)

1.)Roots Bloody Roots
2.)Attitude
3.)Cut-Throat
4.)Ratamahatta
5.)Breed Apart
6.)Straight Hate
7.)Spit
8.)Lookaway
9.)Dusted
10.) Born Stubborn
11.) Jasco
12.) Itsari
13.) Ambush
14.) Endangered Species
15.) Dictatorshit
Das endgültige Meisterwerk, eines der wichtigsten, besten, intelligentesten Metalalben aller Zeiten. „Roots“ vereint mehr Stile als alle Alben zuvor, sei es nun Death, Thrash, Industrial, Hardcore, Trash oder echte brasilianische Volksmusik.
Den Anfang dieses Meilensteines markiert „Roots Bloody Roots“, ein eingängiger Nackenbrecher, der die wohl größte Extremhymne der 90’ger darstellt und dessen Refrain wie ein Schlachtruf wirkt.
„Attitude“, ein industriallastiges, brutales Thrash-Monster mit tonnenschweren Riffs und einem hypnotischem Intro steht dem Opener in nichts nach und nimmt einen mit auf die Reise zu den dunkelsten Winklen des Amazonas.
„Cut-Throat“ ist ein weiterer hymnenartiger, am ehesten wohl als hardcoreartig zu bezeichneneder, Kracher, der inhaltlich eine schonungslose Abrechnung mit dem Musik-Biz. ist.
Ebenfalls äußerste beeindruckend ist „Ratamahatta“, eine Metal/Ethno Melange, mit Gastvocals von Charlinos Brown, die dem Begriff Tribal eine völlig neue Bedeutung gibt. Dunkler und Interessanter kann man Metal wohl nicht gestalten.
Auch den Begriff Brutalität versuchen Sepultura mit den Hardcorekrachern „Spit“ und „Dictatorshit“ neu zu definieren. „Straight Hate“ und „Dusted“ sind zwei schleppende, moderne Trashbretter wie man sie besser nicht machen kann.
„Lookaway“, mit Gastauftritten von Jonathan Davis (Korn), Mike Patton (Faith No More, Mr Bungle, Fantomas.....) und DJ Leathel (House Of Pain, Limp Bizkit) ist ein hypnotischer und unglaublich intensiver Mix aus Noise- und Emocore.
„Endagered Species“ ist abermals ein tonneschwerer, extrem triballiger und finsterer Brecher der Weltuntergangsstimmung verbreitet.
Erwähnenswert ist schließlich auch noch „Itsari“ ein Instrumental für das Sepultura in den Urwald flogen um es dort mit dem Indianerstamm der Xavante aufzunemen, diese haben auch später, bei „Ambush“ im Mittelteil einen Auftritt.
Ein unschlagbares Meisterwerk und Meilenstein eines ganzen Genres.
Against (1998)
1.)Against
2.)Choke
3.)Rumors
4.)Old Earth
5.)Floaters In The Mud
6.)Boycott
7.)Tribus
8.)Common Bonds
9.)F.O.E.
10.) Reza
11.) Unconscious
12.) Kamaitachi
13.) Drowned Out
14.) Hatred Aside
15.) T3CERMILLENIUM
Ein mit Spannung erwartetes Album die Frage war ob Sepultura auch ohne Max Cavalera und mit neuem Sänger die Ausnahmeband, die sie immer waren, bleiben würden oder ob Max tatsächlich das Hirn Sepulturas war. Eine Antwort kann das Album nicht gegeben. Derrick Greene macht einen sehr guten Job bei den Vocals und das Album enthält mit Sicherheit nicht einen wirklich schlechten Song, noch ist es weniger experimentell als zuvor, trotzdem kann es mit seinen 4 Vorgängern auf keinste Weise konkurrieren, was natürlich auch sehr schwer ist.
Die einzigen Songs die mich wirklich voll überzeugen können sind die beiden kurzen und äußerst brutalen Hardcore- bzw. Tharsh-Bretter „Against“ und „Drowned Out“ die wirklich hervorragend geworden sind, das Instrumental „Kamaitachi“, bei dem die Japanische Percussion Truppe Kodo mitmacht und das experimentelle „Floaters In The Mud“.
„Choke“, „Rumors“, „Old Earth“, „Boycott“ und „Unconscious“ sind zwar allesamt gute Songs, die aber viel zu sehr an die beiden Vorgängeralben angelehnt sind ohne die Qualität jemals zu erreichen.
Unterm Strich also kein schlechtes Album, welches aber ganz klar zur schwächeren Hälfte der Sepultura Werke gehört. Die ist aber auf keinen Fall die Schuld des neuen Sängers, auch wenn die teilweise ruhigen Vocals ungewohnt wirken ist er ein mehr als guter Nachfolger, vielmehr kann das Songwriting diesmal einfach nicht mithalten und fehlen wirklich neue Ideen. Außerdem täte die Band gut daran wieder einen zweiten Gitaristen zu holen den das fehlt dem Album eindeutig.
Nation (2001)
1.Sepulnation
2.Border Wars
3.Revolt
4.One Man Army
5.Vox Populi
6.The Ways Of Faith
7.Uma Cura
8.Who Must Die
9.Saga
10.Tribe To A Nation
11.Politricks
12.Human Cause
13.Reject
14.Water
15.Valtion
Sepultura melden sich nach zwei mehr oder weniger sehr stillen Jahren, in denen die Band einiges an Popularität einbüßte, endlich wieder zurück. Und mit Nation könnte es der Band gelingen wieder in alte Höhen aufzusteigen, wenn die alten Fans ihnen noch eine Chance geben. Besonders viele neue dürfte die Band mit diesem Album allerdings nicht finden, dafür ist es doch ein wenig zu „Untrendie“.
Der erste Song „Sepulnation“ vereint die Groovs von Chaos AD mit den Tribals von Roots und präsentiert den Fans endlich wieder eine Sepultura Hymne, die auf Against ja nicht zu finden war.
Das es sich bei den Brasilianern noch längst nicht ausexperimentiert hat wird spätestens mit „Border Wars“ klar, bei dem Derrick ansatzweise Rapt und Kisser mit einem leicht orientalischem Solo überrascht.
Mit „Revolt“ gibt es dann erst mal für grade eine Minute voll auf die Fresse, eine brutale Hardcoreeruption bei der Kisser und Cavalera, trotz der Kürze, Zeit für Solos finden.
„One Man Army“ ist nach „Border Wars“ die nächste Überraschung, bei der Derrick mit sehr guten, cleanen Vocals überzeugt.
Zwar nicht schlecht, aber auch nichts besonderes ist „Vox Populi“, das man sich hätte sparen können.
„The Ways Of Faith“ zeigt Sepultura dann von einer vorher unbekannten melancholischen Seite, wird nur im Refrain etwas härter und hat sonst starke Blues Einflüsse, Geschmackssache.
Erinnerungen an „Roots“ werden schließlich bei „Uma Cura“ wach, der sehr tribalmäßig daherkommt und leicht an „Ratamahatta“ erinnert, ohne aber dessen Qualität zu erreichen. Trotzdem wirklich nicht übel.
Interessant ist auch „Who Must Die“, das sich zwischen Thrash und ruhigen Parts abwechselt, besonders in den stillen Momenten kann Kisser sich von einer ganz anderen Seite zeigen.
Bei „Saga“ wird’s dann endlich wieder so richtig geil, ein kurzes Tribal Intro bis sich der Song in einen recht schnellen, groovenden Kracher entwickelt.
„Tribe To A Nation“ kommt mit starken Reggea Anleihen daher, was bei Soulfly aber irgendwie besser und vor allem natürlicher rüberkommt.
„Politricks“ mit Jello Biafra besitzt zwar alle typischen Sepultura Trademarks, bekommt aber durch den Gast eine gehörige Portion Sex Pistols dazu.
Abermals einen Tritt in den Magen gibt es mit „Human Cause“ bei dem sich Derrick und Hatebreeds Jamey eine Minute lang die Seele aus dem Leib brüllen dürfen und somit wieder einen geilen Hardcorkracher präsentieren.
Ein weiterer Song der nicht schlecht ist, aber irgendwie überflüssig ist „Reject“, irgendwas fehlt da.
Ein nettes Experiment ist „Water“ bei dem neben Derricks Gesang nur mehrere Bässe und Igors Drums vorkommen, der Song ist sehr ruhig ausgefallen und weckt Erinnerungen an Black Sabbath“ oder entsprechende Pantera Songs.
Ein richtiges Meisterwerk ist die Zusammenarbeit mit Apocalyptica geworden, ein wuderschönes Instrumental das sogar denen von Soulfly Konkurrenz machen kann.
Damit geht ein Album zu Ende, bei dem Sepultura ihrem Motto, nie das selbe Album zweimal zu machen, treu bleiben. Fans der ersten Stunde die mit Roots nichts Anfangen konnten brauchen sich auch mit diesem Album nicht zu beschäftigen, alle anderen sollten ihm eine Chance geben.
Um den unumgänglichen Vergleich mit dem neustem Soulfly Album „Primitive“ zu ziehen: Weniger kommerziell, dafür aber auch bei weitem nicht so frisch, spontan und direkt.
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